Der Wäller

Die Liebe zu meinen Mischlingen, der Wunsch eine kleine Hobbyzucht zu gründen, und der Wunsch, das mit viel Verantwortung und nicht alleine zu tun, ließ mich nach einer Rasse oder Gemeinschaft suchen, die möglichst Ähnliches im Sinn hat. So fand ich mit Hilfe des Internets den 1.Wäller-Club Deutschland e. V.

Ich las von Karin Wimmer-Kieckbusch, die nach jahrelanger Erfahrung mit Hunden eine sehr engagierte Züchterin von Briards gewesen war. Im Laufe der Jahre entwickelte sie eine sehr kritische Haltung zu den bisherigen Kriterien der Zucht, die mir sehr aus dem Herzen sprachen. Ihre Vorstellungen und Prioritäten für Hunde, die artgerechte, gesunde, aktive und lebendige Begleiter des Menschen sein konnten, überzeugten mich. Mein Interesse wuchs bald zu einer Begeisterung, die mich sicher sein ließ, meinen Club gefunden zu haben.

Aus den Ausgangsrassen Berger de Brie (Briard) und Australian Shepherd, baute sie eine Zucht auf, die mit sehr viel Sachkompetenz die guten Eigenschaften und den großen Genpool dieser beiden Rassen nutzen sollte.

Ihr war es durchaus bewusst, dass Menschen sich in der Sympathie für einen Hund zunächst nach dem äußeren Erscheinungsbild richten. Deshalb verwarf sie auch nicht die Idee nach einem ansprechenden Äußeren. Hier sind die Vorlieben sicher verschieden, aber die meisten Menschen streicheln gerne das schöne Haarkleid ihres Hundes. Das hat der Wäller in jedem Fall, egal ob mit oder ohne Bart, wie es ihn nun mal gibt. 

Doch dann kommt es auf die Wesenseigenschaften an, die ihr besonders am Herzen lagen. Aus diesem Grund gibt es in der Wäller-Zuchtzulassung als festen Bestandteil eine Wesensprüfung. Normales Instinktverhalten, Lernfreudigkeit und Vitalität, so wie die Bindungsfähigkeit an den Menschen sind hier wichtig.

Auch die Gesundheitsprüfungen sind sehr gründlich und es gibt keinen faulen Kompromisse, die ich auch nicht unterstützen würde.

Seinen Namen bekam der Wäller von der Gegend, in der die Idee entstand, ihn zu begründen. Im Westerwald nennen sich die Einheimischen in ihrem Dialekt Wäller.

1992/93 waren intensive Vorbereitungsjahre für die Gründung der Zucht, und 1995 wurde zum ersten Mal in verschiedenen Zeitungen über die neue Rasse berichtet.

Inzwischen gibt es viele Zuchtstätten in Deutschland und auch in der Schweiz, wo Wäller geboren werden, die in der äußeren Erscheinung noch sehr verschieden sein können. Sowohl die Größe, als auch Haarkleid und Farben geben das Bild einer sehr lebendigen Vielfalt ab. Gemeinsam ist ihnen m.E. die Lebendigkeit, Sensibilität, Freude am Lernen,  und all die Eigenschaften, die ihn so liebenswert machen.